Grundlagen studentischen Brauchtums - Teil 22. KopfbedeckungenDie heute übliche Schirmmütze taucht ab 1790 beim Militär auf und verbreitet sich durch die Napoleonischen Kriege. Von dort findet sie Einzug bei den Studenten, wobei aber die Form des aus Stoff bestehenden Kopfteiles noch nicht bestimmt war. Es entwickelten sich aus der alten Militärmütze unterschiedliche Formen. Man unterscheidet die Schlapp-, die Steif-, die Halbschlapp-, die Halbsteif- und die Biedermeier-Form. Der Stürmer wird heute noch in verschiedenen Korporationen getragen. Er tauchte zur Zeit des Polenaufstandes (1830) als eine der polnischen Confederatka (Reitermütze) nachgebildete Kopfbedeckung auf.
Die Biertonne (Kneiptonne) war ursprünglich auf die Kneiptafel beschränkt, wurde also nur bei internen Verbindungsveranstaltungen benutzt. Gegenwärtig vertritt sie die Mütze schlechthin, wahrscheinlich wegen der bequemen Art sie zu tragen. Die Biertonne (das Tönnchen) ist zumeist den Alten Herren vorbehalten. Sie wird auf dem Hinterkopf getragen und zwar so, dass der Zirkel von hinten gelesen werden kann. Das Cerevis, auch Paradecerevis genannt, wird in erster Linie zur Wichs getragen. Es sitzt auf der rechten Seite des Kopfes, so, dass der Zirkel von vorne zu sehen ist. Dieser Zirkel ist von Eichen- oder Weinlaub umgeben, der Rand trägt die Verbindungsfarben. Das Barett ist meist aus Samt und trägt eine Kokarde in den Verbindungsfarben. Oft ist es auch mit drei großen Federn geschmückt. Das Barett ist eine der ältesten Mützenformen und darf nur zur Wichs getragen werden. Tönnchen und Mütze
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