Die Hildburghäuser Verbindungen


Der Ursprung der ehemals zehn Korporationen in Hildburghausen lag bereits in Einbeck und Sondershausen. Die Fechterschaften Cimbria und Teutonia (schlagende Verbindungen) mit den Farben blau-rot, letztere blau-weiß-grün, kamen von Einbeck nach Sondershausen.

Die Herren Dir. Rathke, Ing. Niemann, Ing. Marotzke und Ing. Jentzen gründeten 1876 den Wissenschaftlichen Verein der Studierenden der Höheren Fachschule Sondershausen. Der Gesangverein Concordia mit den Farben weiß-blau-weiß und mit blauen Stürmermützen wurde ein Jahr später ins Leben gerufen.

Am Anfang wurden vom Wissenschaftlichen Verein keine Farben getragen. Es gab eine Schulmütze grün-weiß mit schwarz-weiß-rotem Band, die Landesfarben von Sachsen-Meiningen und die Reichsfarben. Die Einführung scheiterte an der Farbenfreudigkeit. Im Jahre 1889 entschied man sich für die Farben schwarz-weiß-grün und als Deckfarbe grün.

Die Entwicklung des weiteren Farbenlebens zeigen die unter dem Hildburghäuser Chargierten Convent (HCC) zusammengefassten und nachfolgend aufgeführten Korporationen:


Aus diesem Wappenkranz des HCC entstand der Wappenkranz der Ingenieur-Verbindung Hildburgia:

Wissenschaftl. Verbindung Litteraria Turnerschaft Alemannia Kath.Techn.Verbindung Unitas Elektro-Technische Verbindung Volta Sängerschaft Euphonia Wissenschaftliche Verbindung Markomannia Technische Verbindung Bauhütte Landsmannschaft Rhenania Sängerschaft Philharmonia Wissenschaftl. Verbindung Saxo-Thuringia Ingenieur-Verbindung Hildburgia

Wissenschaftliche Verbindung MARKOMANNIA

Sängerschaft EUPHONIA

Fechterschaft / Landsmannschaft RHENANIA
(
11.7.1953 reaktiviert in Friedberg)

Wissenschaftliche Verbindung LITTERARIA

Wissenschaftliche Verbindung SAXO-THURINGIA

Elektro-Technische Verbindung VOLTA

Sängerschaft PHILHARMONIA

Katholische Technische Verbindung UNITAS
(24.1.1952 reaktiviert in Wuppertal)

Turnerschaft ALEMANNIA

Technische Verbindung BAUHÜTTE
8.2.1958 reaktiviert in Kassel

Im Jahre 1933 wurden Zusammenschlussbestrebungen der Wissenschaftlichen Verbindung "Litteraria" mit der Elektro-Technischen Verbindung "Volta" realisiert. Es entstand die Wissenschaftliche Verbindung GERMANIA.

Ein Jahr später schlossen sich die Sängerschaft "Philharmonia" und die Fechterschaft "Rhenania" zur Landsmannschaft RHENANIA zusammen.

Im Jahre 1935 erfolgte die Auflösung der Korporationen in der bis dahin bestehenden Form. Die AH-Verbände wurden zwangsweise in die "NS-Altherrenschaft im Fachschulring Hildburghausen" überführt und die Aktiven in Form von Kameradschaften ihren Altherrenschaften angegliedert. Mit der Schließung der Staatl. Ing. Schule im Jahre 1946 fand das studentische Zusammenleben in Hildburghausen zwangsläufig sein Ende.

Nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten konnte in Hildburghausen keine Hochschule wiedergegründet werden. Es waren jedoch Bestrebungen im Gange, am Beruflichen Gymnasium eine Schülerverbindung zu gründen, die den farbentragenden Geist nach Hildburghausen zurückbringen sollte. So wurde im Jahre 2000 die Schülerverbindung "Wissenschaftliche Verbindung MARKOMANNIA" unter der Leitung der Herren Lothar Franzke (Malerix) und Stephan Bock (Peng) - beide Mitglieder der IV Hildburgia - aus der Taufe gehoben. Bis zum heutigen Tag ist jedoch hier kein Erfolg zu verzeichnen gewesen.

 

Die Chronik der Hildburghäuser Verbindungen wurde von Lothar Franzke (Malerix) - der sich mit Idealismus in die Geschichte des ehemaligen Technikums eingearbeitet hat - zu einem Poster zusammengestellt. Dieses zeigt die Entwicklung der Verbindungen am ehemaligen Technikum in Hildburghausen und ist mit den alten Couleurkarten illustriert.

Download des Posters im PDF-Format (Achtung! 3,5 MB)